Effektive Haarentfernung durch Sugaring.
Effektive Haarentfernung durch Sugaring. (© Sergey / Fotolia)

Vielleicht haben Sie bereits über die Haarentfernung mithilfe einer Zuckerpaste gehört. Diese Methode nennt man Sugaring und erfreut sich als süße Alternative zum Waxing zunehmend großer Beliebtheit.

Die Zuckerpaste an sich, die auch Halawa genannt wird, besteht dabei im wesentlichen aus einfachen Zutaten wie Zucker, Wasser und Zitronensaft.

Für wen ist Sugaring geeignet?

Sugaring ist gleichermaßen für Frauen und Männer jeglichen Alters geeignet. Auch wenn das Sugaring eine sehr hautfreundliche und sanfte Methode zur Haarentfernung ist, so sollten Menschen mit Hauterkrankungen vor der Anwendung jedoch zunächst mit einem Hautarzt über das geplante Vorhaben sprechen.

Sugaring Vorteile

Sugaring hat gegenüber dem Waxing einige Vorteile. Der erste Vorteil ist die Zusammensetzung. Die für das Sugaring verwendete Zuckerpaste besteht aus natürlichen Zutaten wie Zucker, Wasser und Zitronensaft. Somit ist die Zuckerpaste ein natürliches Produkt, das auch für empfindliche Haut geeignet ist.

Auch empfinden die meisten Anwenderinnen und Anwender das Sugaring als wesentlich angenehmer und schmerz-armer, als das Waxing. Das liegt daran, dass die Zuckerpaste nicht so stark an der Haut kleben bleibt, wie Wachs.

Auch die Reinigung der Haut und verwendeter Utensilien geht nach dem Sugaring leicht von der Hand. In der Regel reicht lauwarmes Wasser um Rückstände des Zuckerns zu beseitigen.

Sugaring gilt indirekt sogar als eine Art Hautpflege, die längerfristig das Hautbild verbessern kann. Das kommt daher, dass beim Sugaring eine Art Peeling-Effekt entsteht, der Hautschuppen entfernt und dafür sorgt, dass weniger Hautreizungen oder Pickelchen entstehen, als nach dem Waxing.

Es sollte aber darauf hingewiesen werden, dass auch das Sugaring ein gewisses Maß an Übung erfordert. Inbesondere die unterschiedlichen Methoden wie zum Beispiel die Flicking-Methode und die Vlies-Methode müssen zunächst erlernt werden. Aber auch hierbei gilt wie immer: Übung macht den Meister!

Tipp: Viele weitere süße Produkte zur Haarentfernung mit Sugaring finden Sie im Sugaring Shop bei Amazon*

Unterschiedliche Sugaring Methoden

Zur Enthaarung mittels Sugaring gibt es unterschiedliche Methoden. Zwei bekannten Methoden möchten wir an dieser Stelle gerne vorstellen. Hierbei handelt es sich zum einen um die Flicking-Methode und zum anderen um die Vliesstreifentechnik.

Vliesstreifentechnik

Die Vliesstreifentechnik ist eine einfach zu erlernende Sugaring Methode. Bei dieser Technik wird die Zuckerpaste entgegen der Haarwuchsrichtung mit einem Spatel auf die Haut aufgetragen und danach mit einem Vliesstreifen bedeckt. Dieser Vliesstreifen wird nun durch streichende Bewegungen in beide Richtungen etwas an die Haut angedrückt.

Ist dies erledigt, zieht man den Vliesstreifen in einer flachen Bewegung in Haarwuchsrichtung ab. Für diese Vliesstreifentechnik gibt es bereits spezielle, vorgefertigte Vliesstreifen im Handel, mit deren Hilfe das Sugaring deutlich erleichtert werden kann.

Flicking-Methode

Bei der Flicking-Methode wird auf einen Vliesstreifen verzichtet. Hierbei trägt man die Zuckerpaste mit den Fingern oder einem Spatel in streichenden Bewegungen auf die zu enthaarende Haut auf und zieht sie dann in kurzen, ruckartigen Bewegungen wieder ab. Dabei bleiben die Haare an der Sugaring Paste haften.

Für diese Methode sollte die Paste fester sein, also eher der Konsistenz „Strong“ entsprechen. Trägt man die Paste mit den Fingern auf, dann knetet man die Zuckerpaste vor dem auftragen etwas durch, bis man sich ein geeignetes Stück Zuckerpaste für die Flicking-Methode geformt hat. Wird die Paste zu hart, hilft das Kneten mit den Fingern ebenfalls, um die Paste wieder weicher zu machen.

Flicking kann aber auch mit einem Spatel, bzw. Applikator durchgeführt werden. Dabei entnimmt man mit dem Spatel ein Stück Zuckerpaste aus der Dose und streicht es entgegen der Haarwuchsrichtung 3 mal hintereinander auf die Haut. Wichtig ist, dass die Haut dabei mit der anderen Hand etwas gespannt wird.

Hat man die Paste 3 mal aufgestrichen zieht man den Spatel mit der Paste in kurzen, schnellen und ruckartigen Bewegungen in Haarwuchsrichtung ab. Dabei bleiben die Haare an der Paste haften.

Wee die Flicking-Methode mit einem Applikator, bzw. Spatel funktioniert, kann man sehr schön in dem folgenden Video sehen:

Die Flicking-Methode ist bereits etwas anspruchsvoller und bedarf einiger Übung. Hat man jedoch einmal den Dreh raus, ist diese Art des Sugarings eine praktische und vor allem kostengünstige Methode der Enthaarung. Kostengünstig ist die Flicking-Methode deshalb, da die geformte Zuckerpaste mehrfach verwendet wird.

Fertige Zuckerpaste kaufen

Fertige Zuckerpasten gibt es in allerlei Ausführungen im Handel. Häufig wird hier zwischen Soft, Extra-Soft und Strong Zuckerpasten unterschieden. Zuckerpasten Strong sind von der Konsistenz her fester und zähflüssiger als die Ausführungen in Soft. Diese Pasten sind besonders gut für die so genannten Flicking-Methode geeignet. Auch kommt es auf die Umgebungstemperatur an, welche Zuckerpaste am besten verwendet werden sollte

So verwendet man zum Beispiel im Sommer und bei warmen Temperaturen eher eine Zuckerpaste Strong, als eine Zuckerpaste Soft. Das liegt daran, dass bei höheren Temperaturen softe Zuckerpasten schnell zu dünn-flüssig werden und somit das zu entfernende Haar nicht mehr richtig greifen können.

Im Gegensatz dazu sind von Natur aus weichere Zuckerpasten, die unter dem Label „Soft“ geführt werden, eher für kühlere Tage und geringere Luftfeuchtigkeit geeignet.

Es gibt auch Hersteller, die anstatt der Bezeichnung „Soft“ und „Strong“ Temperaturangaben auf ihren Zuckerpasten machen. So findet man zum Beispiel auf den Packungen des Herstellers Süß Wax* jeweils unterschiedliche Grad-Zahlen, so dass man sofort weiß, für welche Jahreszeit und Umgebungstemperatur die jeweilige Zuckerpaste gut geeignet ist.

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Sugaring Rezept – Stellen Sie ihre eigene Zuckerpaste her

Im Handel gibt es sehr gute fertige Zuckerpasten*, mit denen man sofort mit dem Sugaring zu Hause loslegen kann. Wer etwas Geld sparen möchte, kann sich aber auch ganz einfach seine eigene Zuckerpaste herstellen. Dazu braucht es nur wenige Zutaten, nämlich Wasser, Zucker und Zitronensaft. Diese Zutaten sind in jedem Supermarkt erhältlich.

Nachfolgend finden Sie ein Grundrezept zur Herstellung einer eigenen Zuckerpaste zur Enthaarung und Haarentfernung. Je nach Vorlieben können die Mengenangaben leicht abgewandelt werden um ein noch besserer Ergebnis zu erreichen.

Benötigte Zutaten:

  • 200 g Zucker
  • 10 – 30 Milliliter Wasser
  • 30 Milliliter Zitronensaft (frisch gepresst oder fertig aus der gelben Zitrone)

Zubereitung:

  • Alle Zutaten miteinander vermischen und in einen Topf geben. Ein Topf mit Beschichtung ist hierbei empfehlenswert.
  • Unter mittlerer bis starker Hitze erhitzen und köcheln lassen. Wichtig ist hierbei, dass ständig umgerührt wird, damit die Zuckerpaste auf keinen Fall anbrennt. Angebrannte Zuckerpaste ist nicht mehr verwendbar.
  • Die Zuckerpaste ist fertig, wenn ein dickflüssiger, karamellartiger Sirup entstanden ist. Je nach Menge ist dies ungefähr nach 10 – 15 Minuten der Fall.

Aber Achtung: Kochende Zuckerpaste kann extrem heiß werden, es besteht also erhöhte Verbrennungsgefahr. Hier gilt es also aufzupassen.

In folgendem Video wird die Herstellung von Zuckerpaste in der Praxis gezeigt.

Häufig gestellte Fragen zum Sugaring

Auch wenn das Sugaring schon auf eine lange Tradition zurückblicken kann, ist diese Art der Körperenthaarung Hierzulande noch eine relativ junge Methode. Aus diesem Grund tauchen zum Thema immer wieder viele gleiche Fragen auf, die wir an dieser Stelle sehr gerne gebündelt beantworten möchten.

Was ist Sugaring?
Sugaring ist eine schonende Alternative zur Haarentfernung mittels Waxing. Beim Sugaring wird anstatt Heißwachs eine Zuckerpaste verwendet.

Wie funktioniert Sugaring?
Eine zähflüssige Zuckerpaste wird entgegen der Haarwuchsrichtung auf eine leicht gespannte Haut aufgetragen und in Haarwuchsrichtung wieder ruckartig entfernt. Dabei bleiben die Haare an der Zuckerpaste haften.

Wie effektiv ist Sugaring?
Sugaring ist sehr effektiv. Viele Anwenderinnen und Anwender berichten, dass ihre Haut nach dem Sugaring länger glatt bleiben würde, als nach dem Waxing.

Was ist besser Sugaring oder Waxing?
Beide Methoden sind unterschiedlich in der Anwendung und haben jeweils ihre Vorteile. Sugaring tut nicht so weh wie Waxing, dafür braucht man häufig etwas länger, um auch wirklich alle Haare zu erwischen. Zuckerpaste klebt nicht so stark an der Haut wie Wachs und lässt sich außerdem viel einfacher mit Wasser entfernen. Zudem ist Sugaring hautfreundlicher.

Stellt man zu Hause seine eigenen Zuckerpaste her – und das ist ohne Probleme möglich – dann ist Sugaring darüberhinaus auch deutlich günstiger als Waxing.

Um herauszufinden, welche dieser beiden Arten der Haarentfernung persönlich besser passt, sollte man diese einfach mal ausprobieren.

Was hält länger Waxing oder Sugaring?
Bei beiden Methoden werden die Haare mitsamt ihrer Haarwurzel entfernt. Deshalb werden beide Enthaarungsmethoden unter dem Oberbegriff Epilation geführt. Was die Dauer der glatten Haut betrifft, so gibt es zwischen diesen beiden Methoden keine nennenswerte Unterschiede.

Trotzdem hört man immer wieder von Sugaring Fans, dass Zuckern angeblich länger anhalten würde als Waxing. Die Haarfreiheit nach dem Sugaring ist selbstverständlich individuell und hängt mit dem Haarwuchs zusammen.

Was muss man vor dem Sugaring beachten?
Vor dem Sugaring sollte man sich ca. 2 Tage lang keiner UV-Strahlung ausgesetzt haben. Dementsprechend ist auch Solarium Tabu. Am Behandlungstag sollte man zudem auf ölhaltige Cremes und Pflegelotionen verzichten.

Was muss man nach dem Sugaring beachten?
Nach dem Sugaring ist die Haut noch etwas empfindlich. Deshalb sollte man auch nach dem Sugaring auf direkte Sonneneinstrahlung und Solarium verzichten. Gleiches gilt für sportliche Aktivitäten und Sauna.

Auch sollte nicht zu eng anliegende Kleidung getragen werden, um ein Scheuern auf der frisch behandelten Haut zu vermeiden. Am besten ist es, die Haut einfach einige Zeit komplett in Ruhe zu lassen, damit sie sich schnell beruhigen kann.

Tut Sugaring weh?
Ja. Genauso wie beim Waxing und Epilieren ist das herausziehen der Haare ein wenig schmerzhaft. Wie sehr man diesen Vorgang als schmerzhaft empfindet, hängt zum einen von der zu behandelten Körperstelle, und zum anderen vom persönlichen Schmerzempfinden ab.

Was tut mehr weh Sugaring oder Waxing?
Dies empfindet jeder anders. Die meisten Anwenderinnen und Anwender behaupten jedoch, dass Waxing mehr wehr tut als Sugaring.

Wo kann man Sugaring Paste (Zuckerpaste) kaufen?
Eine große Auswahl an Zuckerpasten* findet man mittlerweile bei Amazon. Aber auch in Drogeriemärkten und türkischen Supermärkten findet man Zuckerpasten im Regal.

Wann wachsen Haare nach dem Sugaring nach?
Fängt man mit dem Sugaring an, dann wachsen die Haare nach der ersten Anwendung ca. nach 2 – 3 Wochen wieder nach. Bei regelmäßiger Anwendung verlängert sich die Phase der Haarfreiheit dann auf ca. 4 – 5 Wochen. Diese Werte sind selbstverständlich nur ungefähre Angaben und können von Mensch zu Mensch variieren.

Wie oft sollte Sugaring durchgeführt werden?
Je nach Haarwachstum ungefähr alle 4 Wochen.

Wie lange sollte man sich vor dem Sugaring nicht rasieren?
Damit beim Sugaring ein gutes Ergebnis erzielt wird, sollten die Haare mindestens 0,5 cm lang sein. Im Durchschnitt bedeutet das, dass man sich ungefähr 2 Wochen vor dem Sugaring nicht rasieren sollte, um diese Mindesthaarlänge zu erreichen.

Wie lang sollten die Haare für Sugaring sein?
Mindestens 0,5 cm.